Leo-Zahnspange

Die Lachgassedierung

Viele Kollegen überweisen uns Kinder zur Lachgassedierung. Die Eltern haben vielleicht schon mal was dazu gehört. Hier möchten wir es kurz erklären: Wir behandeln Kinder ab 3 1/2 Jahren mit Lachgas (auch Stickoxidyl. N20).

Es hilft sehr gut bei:

  • Würgereiz ( entspannende Wirkung des N20)
  • Angst (angstlösende Wirkung des N20) und ist damit sinnvoll auch bei
  • Großem Behandlungsumfang (viele oder lange Behandlungstermine)
  • Nervbehandlungen und Zahnentfernungen,
  • Behandlungen bei MIN-Zähnen…

Wie geht das?

  • Das Lachgas – Sauerstoffgemisch wird über die ‚Astronautennase‘ (Lachgasnase) eingeatmet und dann wieder abgeatmet.
  • Man kann die Wirkung mit einem Sektschwipps vergleichen. Alles wird ganz leicht und kribbelig oder man wird müde und schwer.
  • Die Kinder bleiben während der gesamten Behandlung wach und immer ansprechbar. Wir brauchen daher die Mitarbeit der Kinder. Dazu gehört zum einen die Nasenatmung, aber auch, dass das Kind mitmachen kann und will. Das ist wichtig zu wissen, denn viele Eltern denken, die Kinder schlafen ganz fest. Das stimmt nicht. Es ist keine Narkose, sondern nur eine Sedierung.
  • Die Kinder atmen zum Schluss dann 100% Sauerstoff ein, damit Sie nach der Behandlung dann wieder völlig fit und verkehrstauglich sind. Eine Überdosierung ist mit unserem Gerät (s.u.) nicht möglich.

Was ist zu beachten?

  • Nasenatmung ist erforderlich. Die Nase sollte deshalb unbedingt frei sein, evtl. hilft ein Nasenspray.
  • Die Kinder sollten nur was Leichtes gegessen haben. Denn ein üppiges Essen vorher kann schon mal zu Übelkeit führen.
  • Schwangere Mamas dürfen während der Lachgasbehandlung nicht im Zimmer sein (terratogene Wirkung des N20) – bringen Sie Papa oder Oma mit oder vielleicht kann es das Kind schon alleine.
  • Kontraindikation: u.a. Kinder mit einem akuten Asthmaleiden sowie Schwangerschaft und Vegane Ernährung.
  • Die Handhabung und das Verfahren sind komplikationsarm und werden weltweit vor allem in USA, Skandinavien und UK millionenfach angewendet. Wir haben eine besondere Ausbildung gemacht, um die Sedierung in der Praxis ohne Narkosearzt machen zu können.
  • Das Lachgas hatte früher einen schlechten Ruf. Woher kommt das? Es gab früher Geräte, die ohne Sauerstoffzugabe arbeiteten. dies führte oftmals zu Komplikationen. Unser modernes Gerät vermischt mindestens 50% Sauerstoff, das ist das Doppelte der normalen Luft und ist somit absolut sicher.
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Die Vollnarkose

Wann ist eine Vollnarkose sinnvoll?

  • wenn sehr viele Zähne zu behandeln sind,
  • wenn das Kind sich präkooperativ verhält (bei sehr viel Angst, zu jung….) und eine normale Behandlung nicht mitmacht,
  • wenn Schmerzausschaltung mit der lokalen Betäubung nicht möglich ist.

Wir arbeiten mit einem sehr guten Anästhesie-Team zusammen. Der erfahrene Narkosearzt Dr. Mentges und sein Team hilft gerne, ihr Kind in einen schönen Traum zu legen. Dadurch ist sichergestellt, dass das Kind nichts von der Behandlung mitbekommt.

Wir beraten Sie dazu in der Erstberatung, welche Möglichkeiten wir bei Ihrem Kind erwägen.

Die Lachgassedierung